Die Bockwurst

Eigentlich ist die Bockwurst ja eine Brühwurst. Erfunden wurde sie in Deutschland von dem Berliner Gastwirt Robert Scholz. Dieser wollte anlässlich einer Feier ausnahmsweise mal nicht zum üblichen Knacker greifen und entschied sich für die feine Brühwurst von Fleischer Löwenthal, welche nur aus Kalbs- und Rindsbrät bestand. Getrunken wurde dazu das regionale Tempelhofer Bockbier. Folglich wurde die Brühwurst von Gästen als Bockwurst bezeichnet. Heutzutage sind Bockwürste ein beliebtes Imbissessen und in ganz Deutschland verbreitet.

Bei der Herstellung der Bockwürsten wird der feinen Wurstmasse, hauptsächlich bestehend aus Schweinefleisch und Speck, Eis hinzugefügt. Sie erhält dadurch ihre besondere Saftigkeit. Dazu kommen weitere Inhaltsstoffe wie Pökelsalz und Gewürze. Paprika, Pfeffer, Macis und Koriander verleihen der Bockwurst ihre typische Würzigkeit. Im weiteren Produktionsverlauf wird die Wurstmasse in Schweinedärme gefüllt und vor dem Garen etwa 30 – 60 Minuten im Heißrauch geräuchert, damit sie ihre typische bräunlich Farbe erhält. Danach werden die Bockwürste bei 80 Grad etwa zwei Stunden gekocht.

Legt man viel wert auf den Geschmack seiner Bockwurst, sollte man sie beim Metzger beziehen. Bekannte Großhersteller erhalten ihre Grundzutaten in riesigen Mengen (z. B. Fleischblöcke), bei denen man nie sicher sein kann, was genau sie enthalten. Des Weiteren kann man bei dem Metzger nach individueller Würzung fragen.

Bockwürstchen findet man auf dem Markt in diversen Längen. Und auch in unterschiedlichen Fleischsorten. Diese müssen dann aber mit in die Bezeichnung einfließen: Zum Beispiel Geflügel-Bockwurst oder Lamm-Bockwurst.

Serviert werden die Bockwürste mit einem Brötchen oder einer Semmel. Dazu wird üblicherweise Senf gegessen, aber auch mit Curry- oder normalen Ketchup wird die Wurst gern schmackhaft gemacht.

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