Thüringer Rostbratwurst

Eine typische Thüringer Rostbratwurst ist 15 bis 20 Zentimeter lang, mittelfein und würzig. Und sie darf diesen Namen nur dann tragen, wenn sie in Thüringen hergestellt worden ist. 1000 Unternehmen aus Thüringen haben sich nämlich dazu verpflichtet, Rohstoffe und Endprodukte nur aus ihrem Bundesland zu beziehen und für die Herstellung nur Naturdärme zu verwenden. Zudem muss die Thüringer Rostbratwurst ein standardisiertes Gewicht aufweisen, bei einem maximalen Fettanteil von 25 Prozent. Mit einer jährlichen Produktionsmenge von 22 000 Tonnen gehört die Thüringer Rostbratwurst zu den beliebtesten Wurstarten in Deutschland. Vor allem aber im Freistaat Thüringen, in dem zwei Drittel der Produktion verspeist wird.

Für die Herstellung einer Thüringer Rostbratwurst wird fein gehacktes Schweinefleisch verwendet. Aber auch entsehntes Kalb- oder Rindfleisch können in der Bratwurst verarbeitet werden. Zusätzlich zu den typischen Gewürzen Majoran, Kümmel und Knoblauch, wird das Würstchen mit Salz und Pfeffer verfeinert. Die Fleisch-Gewürz-Mischung wird dann in feine Schweine- oder Schafsdärme gefüllt.

Zubereitet werden Thüringer Rostbratwürste, wie z.B. die Nürnberger Rostbratwurst auch, typischerweise auf einem Holzkohlegrill. Die Nutzung eines Gasgrills oder gar einer Bratpfanne ist verpönt. Um den Geschmack nicht zu beeinflussen, verwendet der echte Thüringer Rostbratwurst-Fan ausschließlich Wasser, mit dem er die Kohle besprüht und so den Grill auf die richtige Gartemperatur bringt. Und nur in einem Brötchen wird die Thüringer Rostbratwurst serviert. Teller und Besteck werden beim Verzehr nicht gern gesehen; dafür aber original Thüringer Senf als Endwürzung für die Wurst. Manch einer legt die Bratwurst vor dem Grillen in einen Biersud, bestehend aus Pils, Senf und Zwiebeln, ein, um dem Geschmack eine ganz besondere Note zu verleihen.

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